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Eschschallen im Seestermüher Vorland
Das Naturschutzgebiet "Eschschallen" erstreckt sich auf ca. 5 km Länge zwischen Krückau- und Pinnaumündung außerhalb des Deiches im Seestermüher Vorland. Es dient vor allem dem Erhalt einer natürlichen Flußlandschaft mit Süßwasserwatten, ausgedehnten Röhrichtbeständen und Hochstaudenrieden. Nachdem fast alle sonstigen Niederungsbereiche an der Elbe eingedeicht worden sind, stellen die Eschschallen den Rest einer Urstromlandschaft mit weitgehend natürlichen Lebensräumen dar. Vor dem Deich finden sich Pappel- und Weidenreihen, Bandweidenkulturen, aufgelassene Obstgärten und kleine Tide-Auwaldkomplexe. Davor wachsen in Röhrichten und Hochstaudenrieden u.a. Wasserschwaden, Rohrkolben, Teichwasserstern, Blutweiderich, Hohe Erzengelwurz, Sumpf-Gänsedistel und Sumpfdotterblume.
Die außendeichs liegenden Eschschallen sind durch Priele, Röhricht und Weidengebüsch geprägt. Foto: Ralf Krause
Süßwasserwatten kommen nur dort vor, wo der Wechsel der Gezeiten Einfluß auf das Süßwasser der Flüsse hat. Die Süßwasserwatten der Unterelbe stellen insgesamt die größten in Mitteleuropa dar. Die schlickigen Watten sind dicht mit mikroskopisch kleinen Kiesel- und Blaualgen bewachsen. Auffälliger sind die hohen Flechtbinsenbestände, die überwiegend aus der blaugrünen und der gemeinen Seebinse bestehen.
Besonderheiten der Ufervegetation sind die in Deutschland sehr gefährdete Wiebels Schmiele und der ebenfalls sehr seltene Schierlings-Wasserfenchel. Wichtige Nahrungsgrundlage für Fische und Vögel bilden Schlammröhrenwürmer, Rädertierchen, Faden- und Strudelwürmer, Ruderflußkrebse, Wasserflöhe und Zuckmückenlarven. Watvögel, Gänse und Schwäne finden hier ausreichende Möglichkeiten, sich für ihren weiteren Zug in die Brutgebiete zu stärken.Das dichte Röhricht und Schilf bietet vielen Wasser- und Singvögeln Brut- und Rastplätze. Foto: Hans-Joachim Augst Realisation: HeydornOnline 1999 |